Das unzähmbare Leben
Man kann das Leben nicht planen, denn es kommt eh immer anders als man annimmt, plant oder hofft. Deswegen gleicht das menschliche Handeln immer nur einem Versuch. Das Leben ist das Experiment eines jeglichen Menschen, das sich grundsätzlich zu verselbstständigen droht. Oder gar immer schon eine Verselbstständigung ist.
Niemand lebt sein Leben, so wie er es plant. Nichts geschieht exakt nach unserer Vorstellung oder gerät nach unseren Wünschen. - Nichts. Warum verschwendet der Mensch dann aber soviel Energie dafür, Pläne auszuklügeln und Vorbereitungen für bestimmte, gar nicht vorhersehbare Situationen zu treffen. Müsste er nicht aus seiner Erfahrung heraus, schon im Kindesalter gelernt haben, dass sich um eine reine Sinnlosigkeit handelt, das Leben in den Grenzen seiner Willenskraft und Vorstellung einsperren zu wollen. Es wird diese Grenzen immer überschreiten.
Der Mensch ist ohnmächtig gegenüber seinem eigenen Leben. Er hängt daran wie eine Marionette an den Fäden ihres Schöpfers. Es grenzt an eine eigenwillige Dummheit sich zu irgendeinem Zeitpunkt als voll handlungsfähig anzusehen. Der Mensch kann nur das Maximum seiner Selbstbestimmtheit ausschöpfen. Das bedeutet, dass er nie vollkommen frei und vollkommen handlungsfähig ist. Denn das Leben erweist sich zu oft als unberechenbare Variable und wirft alles Geplante durcheinander, absorbiert Möglichkeiten, um an anderer Stelle neue Wege auszuspucken.
Frei kann der Mensch nur sein, wenn er die eigene Handlungsbegrenztheit akzeptiert.
(Feb. 2008)
Niemand lebt sein Leben, so wie er es plant. Nichts geschieht exakt nach unserer Vorstellung oder gerät nach unseren Wünschen. - Nichts. Warum verschwendet der Mensch dann aber soviel Energie dafür, Pläne auszuklügeln und Vorbereitungen für bestimmte, gar nicht vorhersehbare Situationen zu treffen. Müsste er nicht aus seiner Erfahrung heraus, schon im Kindesalter gelernt haben, dass sich um eine reine Sinnlosigkeit handelt, das Leben in den Grenzen seiner Willenskraft und Vorstellung einsperren zu wollen. Es wird diese Grenzen immer überschreiten.
Der Mensch ist ohnmächtig gegenüber seinem eigenen Leben. Er hängt daran wie eine Marionette an den Fäden ihres Schöpfers. Es grenzt an eine eigenwillige Dummheit sich zu irgendeinem Zeitpunkt als voll handlungsfähig anzusehen. Der Mensch kann nur das Maximum seiner Selbstbestimmtheit ausschöpfen. Das bedeutet, dass er nie vollkommen frei und vollkommen handlungsfähig ist. Denn das Leben erweist sich zu oft als unberechenbare Variable und wirft alles Geplante durcheinander, absorbiert Möglichkeiten, um an anderer Stelle neue Wege auszuspucken.
Frei kann der Mensch nur sein, wenn er die eigene Handlungsbegrenztheit akzeptiert.
(Feb. 2008)
penseroso - 3. Mär, 10:14
