Susanne Heinrich: Die Andere
Marion ist nach Paris geflüchtet, sie will damit ihrer gescheiterten Beziehung aus dem Weg gehen. Luna lebt in Paris, um ihre große Liebe Viktor wiederzufinden, der sie noch immer nachhängt. Beide Frauen treffen sich durch einen Zufall, nachdem sie sich sechs Jahre nicht gesehen haben. Die gemeinsame Vergangenheit verbindet sie, wirft aber auch Schatten auf ihr Verhältnis. Dennoch gerät die sonst rationale Marion in einen Strudel der Faszination für Luna und ermöglicht ihr, Viktor zu treffen, obwohl sie ahnt, dass dieses Wiedersehen kein glückliches Ende nehmen kann.
Der Roman entwirft in einer schönen teilweise sehr poetischen Sprache ein kühles Portrait zweier Konzeptionen von Liebe. Marion reflektiert betont nüchtern ihre gescheiterten Beziehungen und sieht einen zerstörerischen Fehler darin, dass Paare ihre meist durchschnittliche Liaison zu etwas unvergleichbar Besonderem hochstilisieren.
Luna hingegen liebt absolut. Sie hat Viktor lange, schmerzhafte sechs Jahre nicht gesehen, ist sich ihren unverwüstlichen Gefühlen aber so sicher, dass sie romantisch auf ihn wartet, obwohl sie nicht weiß, ob sie ihn jemals wiedersehen wird.
Wenn man nun aber kein Freund von Liebesromanen ist, dann sollte man dieses Buch erst recht lesen. Denn es entpuppt sich als der Anti-Liebesroman. Die Autorin spielt mit diesem Genre, um neben einer pessimistischen Liebesabhandlung einen Blick auf zwischenmenschliche Abgründe zu werfen.
(Juli 2007)
Der Roman entwirft in einer schönen teilweise sehr poetischen Sprache ein kühles Portrait zweier Konzeptionen von Liebe. Marion reflektiert betont nüchtern ihre gescheiterten Beziehungen und sieht einen zerstörerischen Fehler darin, dass Paare ihre meist durchschnittliche Liaison zu etwas unvergleichbar Besonderem hochstilisieren.
Luna hingegen liebt absolut. Sie hat Viktor lange, schmerzhafte sechs Jahre nicht gesehen, ist sich ihren unverwüstlichen Gefühlen aber so sicher, dass sie romantisch auf ihn wartet, obwohl sie nicht weiß, ob sie ihn jemals wiedersehen wird.
Wenn man nun aber kein Freund von Liebesromanen ist, dann sollte man dieses Buch erst recht lesen. Denn es entpuppt sich als der Anti-Liebesroman. Die Autorin spielt mit diesem Genre, um neben einer pessimistischen Liebesabhandlung einen Blick auf zwischenmenschliche Abgründe zu werfen.
(Juli 2007)
penseroso - 3. Mär, 10:07
